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BenQ Lösungen für Bildungsstätten

Großformatige Projektion auf engstem Raum. Der BenQ LU895UST bei „RealTalk 1864“ im Jüdischen Museum Frankfurt

  • BenQ
  • 2026-09-22

Im Gewölbekeller „Goldener Apfel“ des Jüdischen Museums Frankfurt trifft historische Bausubstanz auf moderne Medientechnik. Für die immersive Installation „RealTalk 1864“ musste auf engem Raum eine großformatige und durchgehend scharfe Projektion realisiert werden, ohne in die historische Bausubstanz einzugreifen. Mit dem BenQ LU895UST fand das Projektteam eine Lösung, die die benötigte Bildgröße mit einem passenden Offset, einem geringen Gewicht und einer zuverlässigen Fokussierung verbindet.

Foto: Markus Berger

Foto: Markus Berger 

Projekt und Ausgangssituation

„RealTalk 1864“ führt die Besucherinnen und Besucher in die Frankfurter Judengasse des Jahres 1864. In diesem Jahr erhielten Jüdinnen und Juden in Frankfurt die gleichen Bürgerrechte wie die übrige Bevölkerung. Ihre gesellschaftliche Teilhabe und berufliche Chancengleichheit waren damit jedoch noch lange nicht erreicht. Die immersive Anwendung ermöglicht KI-gestützte Gespräche mit fünf virtuellen Figuren. Ihre Identitäten wurden auf Grundlage aktueller Forschungsergebnisse, historischer Zeugnisse, archäologischer Funde und biografischer Überlieferungen entwickelt. Gleichzeitig können die Nutzerinnen und Nutzer die rekonstruierte Judengasse erkunden und historische Fundstücke als 3D-Scans an ihren ursprünglichen Orten betrachten. Im Gewölbekeller „Goldener Apfel“ begegnet das Publikum dem 17-jährigen Botenjungen Josef Löwy als etwa zwei Meter großem Avatar. Die stationäre Installation richtet sich insbesondere an Jugendliche und wird auch für Workshops mit Schulklassen ab der achten Klasse genutzt. Der Gang, in dem sich die Installation befindet, ist rund zwei Meter breit und fünf Meter lang. Aufgrund der historischen Bausubstanz durfte weder in die Wände noch in das Gewölbe geschraubt werden. Das Projektteam entwickelte deshalb eine freistehende Konstruktion aus MDF-Bögen und Minitec-Profilen mit einer grauen, selbstklebenden Projektionsfläche.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Fertigstellungsjahr

2026

 

BenQ Lösung

BenQ LU895UST

 

Segment

Museum

 

Standort

Frankfurt, Germany

 

Projekt

Das Jüdische Museum Frankfurt wollte für die immersive Installation „RealTalk 1864“ eine großformatige und scharfe Projektion in einem engen historischen Gewölbekeller realisieren, ohne die historische Bausubstanz zu beeinträchtigen.

 

Foto: Markus Berger

Technische Herausforderung und Lösung

Die Position des Projektors war durch die räumlichen Gegebenheiten weitgehend vorgegeben. Gleichzeitig sollte auf dem begrenzten Raum eine großformatige und über die benötigte Fläche scharfe Darstellung entstehen. Für die Auswahl waren daher mehrere Kriterien entscheidend. Dazu gehörten der geringe Projektionsabstand, die benötigte Bildgröße, eine zuverlässige Fokussierung, der zur Raumgeometrie passende Offset, ein geringes Gerätegewicht und ein schwarzes Gehäuse. Im Auswahlprozess wurden unterschiedliche Projektorlösungen unter den realen Bedingungen vor Ort getestet. Dabei zeigte sich, dass nicht ein einzelner technischer Wert ausschlaggebend war. Entscheidend war das Zusammenspiel aller Anforderungen. Der BenQ LU895UST verbindet eine Lichtleistung von 5.000 ANSI-Lumen und eine WUXGA-Auflösung mit einem Ultra-Short-Throw-Verhältnis von 0,253. Dadurch kann er auch aus sehr kurzer Distanz eine großformatige Darstellung erzeugen. Die gesamte Projektionsfläche misst etwa 2,20 Meter in der Höhe und 3,52 Meter in der Breite. Der aktive Bildbereich ist rund 3,19 Meter breit. Die verbleibenden schwarzen Bereiche wurden bereits bei der Gestaltung des Contents berücksichtigt. Bei den Tests vor Ort erfüllte der LU895UST die zentralen Anforderungen der Installation. Die benötigte Fläche ließ sich aus der vorgesehenen Position abdecken und über den relevanten Bereich fokussieren. Mit einem Gewicht von rund 4,5 Kilogramm eignete sich der Projektor zudem für die freistehende Konstruktion. Das schwarze Gehäuse fügt sich unauffällig in den abgedunkelten Gewölberaum ein.

Tests vor Ort und persönliche Projektbegleitung

Bei einer derart speziellen Raum- und Projektionssituation reicht die Bewertung anhand technischer Datenblätter allein nicht aus. Die Möglichkeit, unterschiedliche Geräte direkt im Gewölbekeller zu testen, gab dem Projektteam die notwendige Sicherheit für die Auswahl. Seitens BenQ begleitete Adriano Messina, Key Account Manager Immersive Projection & Simulation, die Auswahl und Erprobung der passenden Projektionslösung. Gemeinsam mit dem Projektteam prüfte er die relevanten Kriterien unter den tatsächlichen räumlichen Bedingungen und unterstützte bei der technischen Abstimmung. „Bei diesem Projekt waren nicht einzelne technische Daten ausschlaggebend, sondern ihr Zusammenspiel. Entscheidend waren die große Bildfläche, der geringe Projektionsabstand, der erforderliche Offset und die freistehende Konstruktion. Erst der Test im Gewölbekeller zeigte, dass der LU895UST diese Anforderungen gemeinsam erfüllt.“ Adriano Messina, Key Account Manager Immersive Projection & Simulation, BenQ

Kundenstimme von Markus Berger, Project Manager Special Projects, satis&fy AG

„Die besondere Herausforderung bestand darin, in dem schmalen historischen Gewölberaum eine große und durchgehend scharfe Projektion zu realisieren. Beim Test vor Ort zeigte sich, dass der BenQ LU895UST sowohl hinsichtlich Bildgröße und Fokus als auch beim benötigten Offset zu unserer Konstruktion passt. Die praktische Erprobung und die persönliche Begleitung durch BenQ waren für unsere Entscheidung besonders hilfreich.“ Markus Berger, Project Manager Special Projects, satis&fy AG

Foto: Stefanie Kösling

Fazit: Wenn Architektur und Medientechnik zusammenspielen

„RealTalk 1864“ zeigt, wie sich digitale Anwendungen in historische Räume einbinden lassen. Der BenQ LU895UST ermöglicht im Gewölbekeller „Goldener Apfel“ die großformatige Darstellung des Avatars Josef Löwy. Dies gelingt trotz begrenzter Raumtiefe, einer weitgehend vorgegebenen Projektorposition und strenger Anforderungen an die Installation. Das Projekt verdeutlicht zugleich den Stellenwert von Tests unter realen Bedingungen. Durch das Zusammenspiel aus geeigneter Projektionstechnik, angepasster Konstruktion und persönlicher technischer Begleitung konnte die Anwendung so umgesetzt werden, dass nicht die Technik, sondern die Begegnung mit der Geschichte im Vordergrund steht.