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Die Bedeutung von Farbgenauigkeit - Geheimnis bewegender Filme

2019/08/06
Bild einer Frau und der Unterschied zwischen Horror und Comedy.

Ob es sich nun um Filme, Fotos oder andere Bildmedien handelt – die Farbe spielt immer eine zentrale Rolle. Ein geschickter Umgang mit der Farbe hilft dem Betrachter, die Absichten des Regisseurs zu verstehen oder seinen individuellen Stil zu erkennen. Mal werden lebendige, satte Farben verwendet, mal dunkle oder blasse Farben. Selbst ohne Dialoge oder Personen auf dem Bildschirm kann schon die Farbe der reinen Kulisse die Emotionen des Publikums beeinflussen.


Umgekehrt kann sich auch das Gefühl einstellen, dass irgendetwas an dem Stil des Films „nicht stimmt“. Dies passiert zum Beispiel, wenn ein nicht genau abgestimmtes Farbschema verwendet wird, sodass unsere Vorstellung und das eigentliche Bild nicht übereinstimmen. Dieses Phänomen kann sogar unser Filmvergnügen erheblich einschränken.

Durch bläuliche Farbtöne vermittelt das Bild Kälte und unterstützt die gewünschte Wirkung im Film.

Kalte Farben

Durch rötliche und braune Farbtöne vermittelt das Bild Wärme und unterstützt die gewünschte Wirkung im Film.

Warme Farben

Filme sind heute ein wichtiger Teil unserer Kultur. Daher wird die Frage, wie wir Filme auch zuhause in bester Qualität und voller Farbpracht genießen können, immer wichtiger. Ob Sie sich nun nach einem langen Arbeitstag entspannen oder mit der Familie einen spannenden Film erleben möchten – Heimkinos brauchen Projektoren, die dafür sorgen, dass die vom Regisseur beabsichtigten Farben richtig übertragen werden.

Ist ein großer Farbumfang das gleiche wie Farbgenauigkeit?

Als die Auflösung noch auf 1080p Full HD beschränkt war, bedeutete ein großer Farbumfang in der Regel die 95%ige Abdeckung des Rec.709-Farbraums. Doch mit der Entwicklung und dem Ausbau der 4K UHD- und 8K UHD-Auflösungen der letzten Jahre hat die UHD Alliance mit Zustimmung der International Telecommunication Union (ITU) Spezifikationen für ihre Definition von Ultra HD Premium veröffentlicht, wonach zertifizierte Geräte mindestens 90% des DCI-P3-Farbraums abdecken müssen.


Ein „großer“ Farbumfang an sich erfüllt diese Anforderungen jedoch nicht unbedingt, da vielmehr die exakte Farbabdeckung von Bedeutung ist. Die in der Vergangenheit genutzte Beschreibung „XX% des NTSC-Farbumfangs“ war im Grunde genommen sehr ungenau, da sie eher ein Maß für den Bereich war. 100% des Rec.709-Farbraums entspricht zum Beispiel etwa 72% des NTSC-Farbumfangs, wobei etwa 4% nicht abgedeckt werden. (Bild: Die durchgezogene Linie im Bild stellt den Rec.709-Farbumfang dar, die gestrichelte Linie den NTSC-Farbumfang.)


Wenn die Farbräume Rec.709, DCI-P3, Rec.2020 etc. abgedeckt sind, heißt das jedoch nicht zwingend, dass alle Farben korrekt dargestellt werden. Damit ein Projektor also wirklich als farbgenau bezeichnet werden kann, sollte dieser professionell kalibriert sein.

Bild eines Farbdiagrammes im Rec.709-Farbraum.
Kann ein Farbumfang, der Rec.709 erreicht, als farbgenau bezeichnet werden?

Nach den Ausführungen zum Farbumfang besteht der nächste Schritt in der Diskussion über die Anforderungen an die von der ITU definierten Farbgenauigkeit für Rec.709. Die ITU legte fest, dass die Farbtemperatur des Weißabgleichs von Rec.709 alle Farben der Farbtemperatur D65 genau anzeigen muss. Über den Weißabgleich (W) hinaus müssen die sechs RGBCMY-Farben jedoch auch exakt kalibriert werden und den Standards von Rec.709 – einschließlich der Anforderungen von Farbkoordinaten und Farbhelligkeit – entsprechen. Nur wenn der dE2000-Wert eines kalibrierten Projektors unter 3 liegt, kann er als farbgenauer Projektor bezeichnet werden.

Heimkino Beamer von BenQ werden immer mit einem individuellen Kalibrierungsprotokoll geliefert.
Wie erklärt man die Genauigkeit einer Farbwiedergabe? Was bedeutet „CIE dE2000“?

dE2000-Wert unter 3 nach der professionellen Farbkalibrierung (durch CalMAN) Der Grad der Farbgenauigkeit eines Projektors lässt sich oft schwer in Worten genau erklären, daher wird dies oft mit dem Farbunterschied zwischen dem projizierten Bild des Beamers und einer Standardversion der geprüften Farbe beschrieben. Sobald die Farben eines Projektors professionell kalibriert wurden, wird die Leistung des Projektors anhand eines Farbdifferenzstandards beurteilt, der dem menschlichen Auge so nahe wie möglich kommt, wie z. B. Delta E (dE) 2000.

Testverfahren zur Überprüfung der Farbgenauigkeit anhand von Rot-, Grün- und Blautönen.
Testverfahren zur Überprüfung der Farbgenauigkeit anhand von Rot-, Grün- und Blautönen.
Testverfahren zur Überprüfung der Farbgenauigkeit anhand von Rot-, Grün- und Blautönen.

dE2000 stellt den Unterschied zwischen zwei Farben mit einem numerischen Wert dar. Je niedriger der Wert ist, desto kleiner ist die Differenz zwischen den beiden Farben. Theoretisch stellt ein dE2000-Wert von 1 die Grenze dar, bis zu der das menschliche Auge zwei Farben unterscheiden kann. Mit anderen Worten: ist der Wert kleiner als 1, kann das menschliche Auge den Unterschied zwischen den beiden Farben nicht mehr erkennen. Liegt der dE2000-Wert zwischen 3 und 6, reicht die Farbgenauigkeit für die private Nutzung aus, nicht jedoch für die Nutzung durch Profis im Bereich der Druck- oder Videoproduktion.

Eine ordnungsgemäße Kalibrierung der Projektoren mittels professioneller Technologie gewährleistet, dass der dE2000-Wert jedes gekauften Beamers niedriger als 3 ist. Ein dE2000-Wert unter 3 gilt als Farbgenau. Im Allgemeinen bezeichnet ein dE2000-Wert zwischen 3 und 6 einen Farbunterschied, der von den meisten Menschen erkannt wird.

Die folgende Liste führt die verschiedenen Bereiche des dE2000-Werts auf:

• 13 - 25: Wir nehmen dies als zwei unterschiedliche Farbtöne wahr. Wenn der Wert diesen Bereich überschreitet, werden die beiden Farben als zwei verschiedene Farben gesehen.
• 6,5 - 13: Der Unterschied zwischen zwei Farben ist wahrnehmbar, jedoch werden beide einem Farbton zugeordnet.
• 3,2 - 6,5: Der Unterschied zwischen zwei Farben ist wahrnehmbar, allerdings entsteht der Eindruck, sie seien grundsätzlich gleich.
• 1,6 - 3,2: Aus einem bestimmten Abstand ist der Unterschied zwischen zwei Farben grundsätzlich nicht festzustellen. Meistens werden die beiden Farben als gleich angesehen.

Wie gewährleistet man die Leistung jedes Projektors in Bezug auf die Farbgenauigkeit?

Jeder Heimkino Beamer besteht aus mechanischen, elektronischen und optischen Bauteilen. Nur ein solides Design mit überlegener Optik lässt die Farben des Projektors zur Geltung kommen. Darüber hinaus muss jeder Projektor während der Produktionsphase von speziellen Geräten und einer speziellen Kalibrierungssoftware bearbeitet werden, um seine Farbgenauigkeit zu optimieren. Hierzu zählt auch die Kalibrierung von Gamma, Schwarzpegel, Weißpegel, Neutralgrau, RGBCMY-Farbtracking, Farbton, Sättigung, Helligkeit und anderen Qualitäten.

Ein Beamer wird mit einer Software hinsichtlich seiner Farbwerte analysiert.

Software-Optimierung

Nachdem die Farbgenauigkeit des Beamers durch eine Software optimiert wurde, folgt eine personengeführte Qualitätskontrolle.

Serienmäßige Qualitätskontrolle

Wie wählt man hinsichtlich der Farbgenauigkeit den besten Projektor für das eigene Heimkino aus?

.Wenn Sie sich für einen Projektor mit hoher Farbraumabdeckung entscheiden, empfehlen wir Ihnen Projektoren mit 100% Rec.709 oder sogar DCI-P3.

.Achten Sie vor dem Kauf auf strenge Kontrollen sowie einen vollständigen Farbprüfbericht. Projektoren der BenQ Heimkino-Serie mit 100% Rec.709 haben eine werkseitige Farbkalibrierung durchlaufen und werden mit einem individuellen Kalibrierbericht geliefert.

.Überprüfen Sie die Umgebung des Projektors sowie die Lichtverhältnisse. Ist der Raum dunkel oder das Umgebungslicht schwach, empfehlen wir den Einsatz eines DLP-Projektors mit RGBRGB-Farbrad, da dessen Farbverhältnisse und Farbgenauigkeit für diese Umstände optimiert sind.

.Haben Sie in Ihrem Heimkino Lichteinfall, empfehlen wir Projektoren der Home Entertainment-Serie von BenQ. Diese verfügen über ein RGBW-Farbrad, das nach der Farbkalibrierung perfekt ausbalanciert werden kann, sodass Helligkeit und Farben ausgeglichen werden können. Außerdem wird so gewährleistet, dass die Bilder auch bei Umgebungslicht ordnungsgemäß gesättigte Farben aufweisen.

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