BenQ Blog

Fotografie - Die Wahl des Monitors

Welcher Faktor ist für einen Fotografie-Fan oder auch einen professionellen Fotografen neben geeigneten Kameraobjektiven, ausgezeichneten Fotografie-Fähigkeiten, einer klaren Vorstellung und einem einzigartigen „Fotografenauge“ unverzichtbar? Das Antwort lauten: ein Monitor. Dabei geht es hier um den Monitor, der auf Ihrem Arbeitstisch zum Betrachten, Auswählen und Bearbeiten von Fotos steht. Die Qualität des Monitors ist entscheidend für das endgültige Erscheinungsbild der Bilder, aber seine Qualität kann erheblich variieren. Für gewöhnlich sieht man sich die Fotos direkt nach der Aufnahme auf dem Kamerabildschirm an. Trotzdem werden die aufgenommenen Bilder auf einen Computer hochgeladen, um auszuwählen, welche man betrachten möchte. Schließlich werden sie auf einem großen Bildschirm bearbeitet. Haben Sie schon einmal über Folgendes nachgedacht? Kann der Monitor die Belichtung und die Farbe eines retuschierten Bildes so wiedergeben, wie erwartet? In der Regel nicht. Diesen Aspekt vernachlässigen die meisten Fotografie-Fans. Wie viele Leute denken eigentlich über die Spezifikationen und die Farbgenauigkeit ihres Monitors nach? Die Antwort sollte nicht schwer zu erraten sein.

Bei der Qualität eines Monitors geht es nicht nur um Kostenbewusstsein, Preis, Aussehen oder Monitorsättigung. Um einen Monitor mit ausgezeichneter Qualität zu erkennen, muss sich der Verbraucher mit der Spezifikationen, dem Material und der verwendeten Technologie auseinandersetzen. Aber seien Sie nicht besorgt, wenn Sie kein Technik-Genie sind. Einen guten Monitor zu finden, ist leichter als gedacht. Wenn Sie sich an den folgenden Richtlinien orientieren, wird es Ihnen nicht schwerfallen, einen Monitor zu finden, der Ihren Bedürfnissen entspricht.

Wenn Sie eine E-Commerce-Plattform online durchsuchen oder in ein Elektronikgeschäft gehen, werden Sie zunächst Monitore in unterschiedlichen Größen bemerken. Dabei sollten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Angaben in Zoll 23, 24, 27, 28 und 29 richten. Aber was bedeuten diese Angaben? Die Monitorgröße stellt die Maße eines Monitors dar und wird normalerweise in Zoll gemessen. Die Größe eines Monitors ist die diagonale Länge seines Anzeigenbereichs und wird von Zentimeter in Zoll umgewandelt (1 Zoll = 2,54 cm). Große Breitbildmonitore sind der aktuelle Trend auf dem Markt (z. B. 27-Zoll-Monitore; 16:9). Abgesehen von einer größeren Bildschirmfläche liefern große Breitbildmonitore mehr Details, was besonders für Fotografen wichtig ist, die regelmäßig Bilder bearbeiten. Darüber hinaus können diese Monitore gleichzeitig mehr Fenster und Symbolleisten aufnehmen, wenn Bearbeitungssoftware wie Photoshop, Lightroom, VEGAS und iMovie verwendet wird. Auf diese Weise kann die Arbeitseffizienz verbessert werden.

Um die Größe eines Monitors zu messen, konvertieren Sie einfach die diagonale Länge des Anzeigebereichs in Zoll. Bei den Monitoren, die derzeit auf dem Markt für Bildbearbeitung vorherrschen, handelt es sich überwiegend um 27 Zoll-Monitore mit einem Seitenverhältnis von 16: 9.

Auflösung ist ein weiterer Faktor, der von Fotografen häufig bei der Auswahl eines Monitors missverstanden wird. Die Auflösung eines Monitors bezieht sich auf die Anzahl der Pixel, die er anzeigen kann. Alle Abbildungen, Bilder und Texte, die auf Monitoren angezeigt werden, bestehen aus dichten Pixelbündeln. Bei Monitoren derselben Größe können solche mit einer höheren Auflösung (mehr Pixel) detailliertere, realistischere Bilder anzeigen und mehr Inhalt bieten.

Die Auflösung eines Monitors bezieht sich auf die Anzahl der Pixel, die er anzeigen kann. Ein 4K-Display bedeutet 3840 Pixel in der Länge und 2160 Pixel in der Breite, viermal so detailliert wie Full HD.

Monitorgröße und Auflösung sind zwei völlig unterschiedliche Einheiten. Die erste bezieht sich auf die Maße eines Monitors, wohingegen die zweite angibt, wie viele Pixel angezeigt werden. Dabei ist ein häufiges Missverständnis, dass größere Monitore eine höhere Auflösung haben. Leider ist das nicht korrekt. Stellen Sie sich vor, Sie vergleichen einen 25 Zoll-Monitor mit Full HD-Auflösung (1920 × 1080) und einen 23 Zoll-Monitor mit 4K-Auflösung (3840 × 2160). Der 23 Zoll-Monitor mit 4K-Auflösung (acht Millionen Pixel auf dem 23 Zoll-Monitor) wird auf jeden Fall mehr Details bieten. Obwohl der 25 Zoll-Monitor größer ist, hat er eine geringere Auflösung (auf einem 25 Zoll-Monitor werden nur zwei Millionen Pixel angezeigt), was bedeutet, dass das angezeigte Bild verpixelt wird. Daher erfordert ein großer Monitor auch eine höhere Auflösung, um sowohl dem visuellen Effekt als auch der Bildqualität gerecht zu werden.

Pixel pro Zoll (PPI) oder die Pixeldichte stellt die Anzahl der Pixel dar, die in 1 Quadratzoll Fläche enthalten sind.

Haben Sie das schon einmal erlebt? Sie und ein Freund oder ein Kunden diskutieren über ein Foto, das auf einem Monitor angezeigt wird und sind der Ansicht, dass die Farben aus verschiedenen Blickwinkeln abweichen? Dieses Phänomen wird durch einen engen Betrachtungswinkel verursacht. Die meisten für die Bildbearbeitung verwendeten Monitore enthalten ein IPS-Panel. Im Vergleich zu TN-Panels, die in Mainstream-Produkten verwendet werden, oder Monitoren, die VA-Panels verwenden, ist der größte Vorteil des IPS-Panels der Blickwinkel von 178 Grad, der keine Farbverschiebung aus verschiedenen Blickwinkeln aufweist. Zudem liefern IPS-Panels bessere Farbbereiche und mehr Farbpräzision. Aus der Sicht des Fotografie-Fans und Bildprofis ist der Monitor mit IPS-Panel die richtige Wahl.

Der größte Fehler eines TN-Panels ist das Phänomen des Farbstichs aus dem engen Betrachtungswinkel. Es ist schlecht geeignet für die Arbeit eines Fotografen. Das IPS-Panel verfügt über einen weiten Betrachtungswinkel von 178 Grad und eine hohe Farbpräzision, womit es für viele professionelle Fotografen die erste Wahl ist.

Es gibt normalerweise eine Option im Kamera-Menü, um zwischen Adobe RGB und sRGB zu wechseln, die den Farbraum darstellen. Der Farbraum gibt die Farbbandbreite an, die angezeigt werden kann. Im Allgemeinen hat der Adobe RGB ein breiteres Farbspektrum als sRGB (etwa 35 %). Aus Sicht eines Fotografen ist ein Monitor von Vorteil, der mehr Farben darstellen kann. Allerdings muss neben der Auswahl von Adobe RGB an der Kamera auch das Ausgabegerät (z. B. der Monitor) Adobe RGB unterstützen. Ein Monitor, der Adobe RGB unterstützt, bietet genauere Farbdetails. Der Adobe RGB-Farbraum deckt den CMYK-Farbraum ab, der beim Drucken verwendet wird und ermöglicht es den Nutzern, die Farbe des gedruckten Bildes auf dem Bildschirm in der Vorschau anzuzeigen, ohne das Bild tatsächlich auszudrucken.

AdobeRGB hat eine größere Farbskala als sRGB und deckt die blaugrüne Farbe im CMYK-Farbraum ab, die sRGB nicht verarbeiten kann.

Der Monitor unterstützt Adobe RGB und könnte wiederum Farben zeigen, die den Farben in der Natur ähnlicher sind.

Da Farbe für Fotografen so wichtig ist, sollten man unbesorgt sein, wenn man über einen IPS-Monitor verfügt, richtig? Nein, nicht wirklich! Denn jeder Monitor unterliegt nach einer Weile einem Helligkeitsabfall und einer Farbverschiebung. Wenn dieses Problem ignoriert wird, führt es nicht nur zu einer Verschlechterung der Bildqualität, sondern es entwickelt sich zudem eine deutliche Farbverschiebung im Vergleich zum Papierausdruck. Daher wird die Durchführung einer Monitorkalibrierung mindestens alle sechs Monate empfohlen. Fotografen, die besonders strenge Farbstandards einhalten, könnten ihren Monitor sogar monatlich kalibrieren, um sicherzustellen, dass die angezeigten Farben stets präzise sind.

Es gibt zwei Arten der Kalibrierung: die Software-Kalibrierung und die Hardware-Kalibrierung. Im Vergleich zur Software-Kalibrierung, die sich auf die Anpassung der RGB-Werte auf der Grafikkarte beschränkt, kalibriert die Hardware-Kalibrierung den Monitor, indem Daten direkt in der 3D-LUT im Monitor gespeichert werden. Zu den Vorteilen der Hardware-Kalibrierung gehören die Bereitstellung präziserer Farben und die Beibehaltung der maximalen Anzahl von Farbschritten auf dem Monitor, um die Farbkontinuität aufrechtzuerhalten und Konturen zu vermeiden.

Die Monitorkalibrierung ist sehr wichtig für den Bildbearbeitungsspezialisten, denn dies die einzige Möglichkeit zu gewährleisten, dass die angezeigten Farben stets präzise sind.

Für die Monitorkalibrierung ist eine genaue Analyse erforderlich. Nicht alle Fotografie-Fans und nicht einmal alle professionellen Fotografen haben ein detailliertes Verständnis davon. Seien Sie nicht besorgt, wenn Sie keine Ahnung von Monitorkalibrierung haben. Einige professionelle Monitore für Bildbearbeitungszwecke wurden vor dem Verkauf farbkalibriert. Einige dieser Monitore werden mit einem Farbkalibrierungsbericht geliefert, was für Fotografen von Vorteil ist, die wenig Hintergrundwissen über Farbkalibrierung haben. Zusätzlich wird empfohlen, Monitore mit Delta E≤2 hinsichtlich der Farbpräzision zu kaufen. Der kleinere Wert führt zu einer getreueren Farbwiedergabe, was für Fotografen mit einem sehr feinen Farbgefühl entscheidend ist.

Die professionellen Monitore von BenQ wurden vor dem Verkauf einer Farbkalibrierung unterzogen werden mit dem Farbkalibrierungsbericht ausgegeben.

Die vorigen Abschnitte enthalten grundlegende Kriterien für die Auswahl eines Monitors, der für die Bildbearbeitung geeignet ist. Es gibt aber noch weitere Funktionen, die man im Auge haben sollte. Diese Funktionen bieten zusätzliche Vorteile für Ihre Arbeit.

1. Blendschutzhaube:

Fühlen Sie sich häufig gestört, wenn Ihr Monitor direkt unter einer Lichtquelle steht oder wenn die Sonne direkt auf Ihren Monitor scheint? Dann ist eine Blendschutzhaube praktisch. Vergleichbar mit einer Sonnenblende, blockiert eine Monitor-Blendschutzhaube das Streulicht, um zu verhindern, dass das auf dem Monitor angezeigte Bild beeinflusst wird. Die Blendschutzhaube gewährleistet eine gleichbleibende Helligkeit und konsistente Farben.

Eine Blendschutzhaube blockiert das Streulicht, um zu verhindern, dass das auf dem Monitor angezeigte Bild beeinflusst wird.

2. Anpassbare Höhe und Schwenkung:

Für Fotografen, die häufig Bilder vergrößern müssen, um Bearbeitungsdetails zu bestätigen, ist ein Monitor mit schneller Anpassung an Höhe, Dreh- und Schwenkpunkt entscheidend. Wenn beispielsweise eine Gruppe von Personen gleichzeitig ein Bild auf einem einzelnen Monitor betrachtet, kann die Position eines Monitors mit schneller Anpassung an Höhe, Dreh- und Schwenkpunkt umgehend eingestellt werden. Mit einer Schwenkfunktion kann der Monitor schnell auf eine vertikale Position eingestellt werden, die bei der Bearbeitung von Porträtfotos den gesamten Bildschirm verwendet.

Monitor mit schneller Anpassung an Höhe, Dreh- und Schwenkpunkt, der bei der Bearbeitung von Porträtfotos den gesamten Bildschirm verwendet.

3. Vielseitiger Wechsel zwischen den Farbräumen:

Wie bereits erwähnt, sind Adobe RGB und sRGB die zwei von Fotografen am häufigsten verwendeten Farbräume. Obwohl Adobe RGB im Allgemeinen die bevorzugte Option ist, wird sRGB häufig verwendet, wenn das retuschierte Bild nur online veröffentlicht wird. Bei der Bearbeitung von zwei Bildern in zwei unterschiedlichen Farbräumen von verschiedenen Fotografen kann mit einem Monitor, der zwischen den Farbräumen wechseln kann, sofort eine Vorschau angezeigt und verglichen werden. Das kommt an späterer Stelle dem Arbeitsablauf zugute.

Ein Monitor für Fotografen, der Bilder in zwei Farbraummodellen anzeigen kann.

4. Hotkey Puck:

Neben der Ausstattung mit den zuvor genannten Funktionen ist ein herausragender, professioneller Monitor mit einem Hotkey, der schnelle Parameteränderungen ermöglicht, ein großer Vorteile. Die Zeit ist das größte Kapital des Fotografen. Daher steigert die Möglichkeit einer schnellen Monitoreinstellungen bzw. einer Umschaltung zwischen den Modi eindeutig die Arbeitseffizienz.

Der Monitor ist mit einem Hotkey Puck ausgestattet, um die Bearbeitung zu erleichtern und die Produktivität zu verbessern.

Die oben genannten Tipps bieten Fotografie-Fans und professionellen Fotografen Ratschläge und Grundlagen für die Auswahl eines geeigneten Monitors. An dieser Stelle ist deutlich, dass bei der Auswahl eines Monitors viele Faktoren zu berücksichtigen sind. Wie das Sprichwort sagt, steckt der Teufel im Detail. Obwohl dieses Fachwissen nicht besonders komplex ist, dauert es seine Zeit, um es nachzuvollziehen und den eigenen Monitor auf den neuesten Stand zu bringen, damit sich Ihre Arbeitseffizienz verdoppelt.

TOP