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Wiedergabeauswirkungen von Farbmischungen

Werfen wir einen Blick auf die vier unten gezeigten Fotos. Jedes der Fotos wird auf vier verschiedenen Bildschirmen angezeigt. Man beachte, wie unterschiedlich die Farben auf den Monitoren aussehen. Bevor das Farbmanagement auf den vier Geräten implementiert wird, gibt es sichtbare Farbdifferenzen aufgrund von Unterschieden bei der Hardware und den Farbeinstellungen. Die voreingestellte Farbkonfiguration, wie Farbtemperatur, Sättigung und Kontrast, wie man sie auf dem heimischen Bildschirm vorfindet, entsprechen in der Regel den Farbbedürfnissen typischer Anwender. Für kommerzielle Druckereien sowie für Selbständige und Profis, deren Arbeit eine hohe farbliche Präzision erfordert, ist das Farbmanagement jedoch ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit.​

LCD-Monitore ein und desselben Modells können aufgrund von Abweichungen bei den Hintergrundbeleuchtungsmodulen und Farbfiltern ebenfalls Farbabweichungen aufweisen. Durch Kalibrierung können Farbunterschiede zwischen Monitoren vermindert werden.

Nachfolgend sind einige Geräte aufgeführt, die verschiedene Systeme verwenden, um Farbe zu erzeugen. Optische Geräte arbeiten mit additiver Farbmischung, während Druckgeräte mit subtraktiver Farbmischung arbeiten.

1. Optische Eingabegeräte: Kameras, Scanner

2. Optische Ausgabegeräte: Monitore, Projektoren

3. Druckgeräte: Drucker

Additive Farbmischung

Die Theorie der additiven Farbmischung besagt, dass Farben durch die Mischung von Licht, insbesondere von rotem, grünem und blauem Licht, erzeugt werden. Diese drei Farben werden im additiven Farbmodell als Primärfarben bezeichnet. Andere Farben können durch Mischen verschiedener Mengen von rotem, grünem und blauem Licht erzeugt werden, wodurch Sekundärfarben entstehen: Cyan, Magenta und Gelb. Mischen man rotes und grünes Licht, erhält man gelbes Licht. Die Überlagerung von Grün und Blau ergibt Cyan. Durch die Kombination von blauem und rotem Licht entsteht Magenta. Werden alle drei Grundfarben zusammengenommen, entsteht weißes Licht.

Der üblicherweise verwendete RGB-Farbraum arbeitet mit dem additiven Farbmodell, bei dem rotes, grünes und blaues Licht in verschiedenen Mengen gemischt werden, um eine breite Palette von Farben zu erzeugen.

Subtraktive Farbmischung

Im subtraktiven Farbsystem werden Farben durch das Mischen von Farbmitteln erzeugt. Einige Lichtfarben werden von den Farbmitteln absorbiert (subtrahiert), während andere reflektiert und somit für das Auge sichtbar werden. Die subtraktiven Grundfarben sind Cyan (C), Magenta (M) und Gelb (Y). Beim Mischen von Gelb und Cyan erhalten wir Grün; beim Mischen von Gelb und Magenta erhalten wir Rot; und durch die Kombination von Magenta und Cyan entsteht Blau. Theoretisch würde die Kombination aller drei Grundfarben schwarz ergeben, in Wirklichkeit ergibt sich jedoch ein dunkles Braun. Daher wird dem Farbdruck eine vierte Farbe, Schwarz (K), hinzugefügt, um die Unvollkommenheit des Primärfarbentrios auszugleichen.

Das subtraktive Farbmodell entspricht dem CMYK-Farbraum, der aus Cyan (C), Magenta (M), Gelb (Y) und Schwarz (K) besteht.

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